Michael III., Byzantinischer Kaiser

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Byzantinischer Kaiser 842 bis Sept. 23/24, 867; b. wohl 836. Michael, der Sohn des Kaisers Theophilos und der letzte Kaiser der Amorian Dynastie, folgte seinem Vater, als noch ein Kind, unter der Regentschaft seiner Mutter, der Kaiserin Theodora. Als Frau von großer Energie und Frömmigkeit setzte sie den letzten Überresten des Bildersturms ein Ende, stellte den Frieden der Kirche wieder her und ergriff starke Maßnahmen gegen die Ausbreitung der paulizischen Häresie (siehe Bogomils) in Kleinasien.

Der erneute Krieg mit den Arabern und gleichzeitige Feldzüge gegen die Slawen, die die Balkanprovinzen des Reiches bedrohten, erforderten eine effiziente militärische Führung, die Theodora und ihr Minister Theoctistos nicht leisten konnten. Im Jahr 856 stürzte Michael, unterstützt von seinem Onkel mütterlicherseits, Bardas, Theodoras Regentschaft und zwang sie in ein Kloster. Bardas wurde der wahre Herrscher des Reiches und 853 musste der Patriarch Ignatius zurücktreten und wurde durch Photius, einen engen Mitarbeiter von Bardas, ersetzt.

So begann das photische Schisma mit all seinen verheerenden religiösen und politischen Folgen. Die ständig wachsende Kluft mit dem Westen, die Kriege mit den Arabern und Balkanslawen und der Beginn der russischen Angriffe von jenseits des Schwarzen Meeres (c. 860) machten die Position des Reiches äußerst prekär. Michael III fehlte die Fähigkeit zur Regierungs- und Militärführung. Dieser kapriziöse, grausame und korrupte junge Mann, der immer unter dem Einfluss von Favoriten stand, hatte Bardas bald satt und ließ ihn 866 in seiner Gegenwart von Basil dem Mazedonier ermorden, der Mitkaiser wurde. 867 ermordete Basilius Michael und wurde so Kaiser Basilius I., Gründer der mazedonischen (armenischen) Dynastie.

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